19.09.2017

Die Schlösser aus Sand

Frankreich 2015, Regie: Olivier Jahan, 98 min, FSK 12

Ĕléonore (Emma de Caunes) erbt vom verstorbenen Vater ein Haus in der Bretagne, in dem sie eine glückliche Zeit mit ihrem langjährigen Freund Samuel (Yannik Rénier) verbracht hat. Der hat sich wegen ihrer Affäre mit einem Musiker von ihr getrennt. Auf ihren Wunsch hin hilft Samuel ihr etwas widerstrebend, das Landhaus für den Verkauf vorzubereiten.

Mit verschiedenen erzählerischen Mitteln gibt der Film SCHLÖSSER AUS SAND (2015) Einblicke in die Vergangenheit und legt Gründe für das Beziehungschaos offen. Eine Maklerin führt immer wieder Kaufinteressenten durch das Haus und durchbricht dadurch das dramatische Kammerspiel.

Der französische Regisseur Olivier Jahan zeigt ein gutes Gespür für realistische Stimmungen und überraschende Situationskomik und „findet den richtigen Ton, weil er nie vergisst, dass sie lauter Dinge zum letzten Mal tun“. (epd-film).

 

 

 


 

08.03.2017 (Mittwoch)

Die Überglücklichen

Italien/Frankreich 2016, Regie: Paolo Virzi, 116 min, FSK 12

Sonderveranstaltung in Kooperation mit der Frauenberatungsstelle Neustadt
zum Internationalen Frauentag

Regisseur Paolo Virzi stellt in seinem tragikomischen Roadmovie „DIE ÜBERGLÜCKLICHEN“ (Originaltitel: „LA PAZZA GIOIA“, die verrückte Freude) zwei psychisch kranke Frauen ins Zentrum. Die beiden reißen aus der Klinik, der Villa Biondi, aus und erobern zwischen manischen Glücksschüben und harten Enttäuschungen gemeinsam die sommerliche Toscana.

Beatrice (Valeria Bruni Tedeschi) und Donatella (Micaela Ramazotti) sind zwei sich gegensätzlich ergänzende Heldinnen. „Sie spielen so wahnsinnig (ha!) gut, ohne Angst vor dem Lauten, Vulgären Grellen, doch ohne jemals ins Parodistische abzugleiten.“ (Frankfurter Allgemeine).

Virzi liefert mit dem Film ein starkes Plädoyer für die Selbstbestimmung. Die ernste Thematik entkommt aller Tristesse und Klischeehaftigkeit durch Charme und hohen Unterhaltungswert, was nicht zuletzt an den beiden Hauptdarstellerinnen liegt.

Karten zum Preis von 6,00 EUR.
Reservierung nur bei der Frauenberatungsstelle Neustadt unter 5032 7898 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 


 

05.09.2017

Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Großbritannien 1963, Regie: Stanley Kubrick, 95 min, FSK 16

Stanley Kubrick drehte 1964 die überaus respektlose und vielfach ausgezeichnete Kriegssatire.

Der Schwarz-Weiß-Film beginnt fast dokumentarisch und zeigt die Realität der Abschreckungspolitik in der Zeit des Kalten Krieges authentisch und treffsicher. Das Paradoxe an dem Film ist es, dass Kubrick kaum übertreibt, sondern nur die vorgegebenen militärischen und politischen Doktrinen auf die Spitze treibt. Das ganze Ausmaß des Wahnsinns wird deutlich und kann nicht besser als in der Form der bissigen Satire abgebildet werden, die nebenbei auch noch die im Dienst der USA stehenden Naziwissenschaftler aufs Korn nimmt.

Der Komiker Peter Sellers brilliert in drei Rollen und liefert hier die wohl beste Leistung seiner Karriere ab. Ständige Anspielungen auf unterdrückte Triebe schaffen eine sexuelle Aufladung des Geschehens.


 

 

 

 


 

05.09.2017

Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Großbritannien 1963, Regie: Stanley Kubrick, 95 min, FSK 16

Stanley Kubrick drehte 1964 die überaus respektlose und vielfach ausgezeichnete Kriegssatire.

Der Schwarz-Weiß-Film beginnt fast dokumentarisch und zeigt die Realität der Abschreckungspolitik in der Zeit des Kalten Krieges authentisch und treffsicher. Das Paradoxe an dem Film ist es, dass Kubrick kaum übertreibt, sondern nur die vorgegebenen militärischen und politischen Doktrinen auf die Spitze treibt. Das ganze Ausmaß des Wahnsinns wird deutlich und kann nicht besser als in der Form der bissigen Satire abgebildet werden, die nebenbei auch noch die im Dienst der USA stehenden Naziwissenschaftler aufs Korn nimmt.

Der Komiker Peter Sellers brilliert in drei Rollen und liefert hier die wohl beste Leistung seiner Karriere ab. Ständige Anspielungen auf unterdrückte Triebe schaffen eine sexuelle Aufladung des Geschehens.