25.10.2016

Ein Hologramm für den König

Deutschland/USA/Frankreich/Großbritannien 2016; Drehbuch und Regie: Tom Tykwer; FSK ab 6; 98 min.

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein Opfer der Bankenkrise. Als letzte Chance soll er innovative Hologramm-Technologie dem König Abdullah von Saudi-Arabien andrehen. Angeblich will der in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach...
In diesen Tagen des sinnlosen Wartens wird der junge Fahrer Yousef (Alexander Black) Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra kennen ... 

„Der Schriftsteller Eggers schildert Clays Leidensgeschichte als Globalisierungssatire, in der Clay als Symbolfigur für eine amerikanische Wirtschaft steht, die sich von ihren internationalen Konkurrenten abhängen lässt. Eggers versteht das als Akt der Aufklärung und jongliert mit den Ängsten vieler amerikanischer Bürger.“ (spiegel.de)
„Tom Tykwer entschärft leider die Bissigkeit der Vorlage … über die Folgen der Globalisierung. Trotzdem: „Die Tragikomödie über einen hochkarätigen Zeitenwendeverlierer auf geschäftlicher Mission in der arabischen Welt erweist sich in der Lesart des deutschen Regisseurs als witziger, gescheiter und wunderbar atmosphärischer Selbstfindungstrip zwischen Culture Clash und Völkerverständigung.“ (Filmstarts.de)

 

 

 


 

25.04.2017

Ein Lied für Nour

Niederlande/Großbritannien/Katar/Argentinien/Palästinensergebiete, 2015 , Regie: Hany Abu-Assad, 95 min, FSK 0

Mohammed Assaf wächst im Gazastreifen auf und versucht schon als Kind zusammen mit seiner Schwester Nour und zwei Freunden, eine Band zu gründen und zu singen. Doch dann wird Nour todkrank, alle Vorstellungen zerrinnen.

Viele Jahre später hört Mohammed als Taxifahrer von der Castingshow „Arab Idol“ und setzt alles dran, teilzunehmen und seinen Traum von einer Gesangskarriere zu verwirklichen. Mit gefälschtem Visum und auf abenteuerliche Weise gelangt er nach Ägypten und wird mit seiner außergewöhnlichen Stimme zur „Rakete aus Gaza“, wie in den Medien zu lesen ist. Damit bekommt der Wettbewerb eine an sich ungewollte politische Dimension.

Der palästinensische Regisseur Hany Abu-Assad zeigt in seinem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film EIN LIED FÜR NOUR den Hoffnungsträger einer Nation, die über ihrem harten Alltag fast das Singen und Jubeln verlernt hat.

 

 

 

Ein Mann namens Ove

Schweden 2015, Regie: Hannes Holm

Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Fredrik Backman, der seine Schriftstellerlaufbahn als Blogger begann.   

Rolf Lassgård, Schwedens bekannter Schauspieler, der auch Kurt Wallander in mehreren Mankell-Verfilmungen gespielt hat, spielt in diesem Film den Ove, einen kauzigen, grantigen alten Mann, der einfach nur verzweifelt ist, nachdem ihm seine Frau gestorben ist. Er versucht sich auf verschiedene Weisen das Leben zu nehmen, aber glücklicherweise erfolglos. Bei jeder Rettung wird durch einen Rückblick auf sein Leben etwas von der Geschichte dieses unter seiner rauen Schale zutiefst empfindsamen Menschen deutlich. So ist das ganze wieder keine reine Komödie, sondern eine gute Mischung aus Drama und Komödie.

„Die Grenzen zwischen Komik und Drama verschwimmen aber mehr als bei vielen anderen Genrevertretern. Trotz aller humorvollen Elemente wird niemand vorgeführt, egal wie oft Ove alle anderen als "Idioten" beschimpft oder sich selbst wie einer verhält. Gerade die tragische Seite der Figur verkörpert Lassgård ausgezeichnet und gibt damit dem knarzigen Alten genug Tiefgang, um nicht bloß für diverse Lacher herhalten zu müssen.“ (M.Seiler in Filmstarts.de)

Es können leider keine Reservierungen mehr angenommen werden. Restkarten sind evtl. ab
19.15 Uhr noch erhältlich.

Dienstag
04.10.2016

FSK
ab 12

117 Min.

 

 

 


 

14.06.2017 (Mittwoch!)

Eines Tages...

Deutschland 2010, Regie: Iain Dilthey, 97 min, FSK 0

In drei ineinander greifenden Geschichten erzählt der Spielfilm „Eines Tages…“ von Menschen, die sich dem Thema Demenz im Alltag stellen – einfühlsam und voller Humor inszeniert.

Eines Tages spürt Frieder, dass er „schwarze Löcher“ in seiner Erinnerung hat; seine Frau und die Kollegen vermuten einen „Burn-out“.
Annette und Leon suchen einen Weg für die weitere Betreuung ihrer demenzkranken Mutter. Doch ihre Vorstellungen davon gehen weit auseinander.
Jakob lebt schon lange in seiner eigenen Welt. Seine Frau Margot umsorgt ihn liebevoll und vergisst dabei völlig ihr eigenes Leben.
Die Beraterin Miriam hilft, die entscheidenden Schritt zu tun.

Zahlreiche Angehörige, die zuhause Menschen mit Demenz pflegen, haben Schwellenängste Hilfe anzunehmen und sind vielfach an der Grenze ihrer eigenen Leistungsfähigkeit. Das Filmprojekt hat das Ziel, Angehörigen Mut zu machen und sie mit praktischen Ratschlägen für den Alltag der häuslichen Pflege zu unterstützen. Dabei darf ruhig immer wieder gelacht werden, denn Humor hilft sehr dabei, das Verhalten von Menschen mit Demenz zu verstehen.

In Zusammenarbeit mit der Frauenberatung Neustadt a. Rbge.

 

 Ab 15.06.2017: Sommerpause bis zum 15 August 2017!