Hier Karten reservieren
 oder 01522 - 5705556

VHS-Veranstaltungszentrum
Suttorfer Straße 8
31535 Neustadt a. Rbge.

 Dienstag um 19.30 Uhr
Eintritt 6,- Euro,
für Filmclub-Mitglieder 5,- Euro
Zuschlag bei Überlänge 1,- Euro

Programme

2017: Januar    Februar   März    April   Mai    Juni/August    September    Oktober    November    Dezember

2016: April/Mai   Mai/Juni   September    Oktober    November    Dezember

 

 

 


 

05.09.2017

Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Großbritannien 1963, Regie: Stanley Kubrick, 95 min, FSK 16

Stanley Kubrick drehte 1964 die überaus respektlose und vielfach ausgezeichnete Kriegssatire.

Der Schwarz-Weiß-Film beginnt fast dokumentarisch und zeigt die Realität der Abschreckungspolitik in der Zeit des Kalten Krieges authentisch und treffsicher. Das Paradoxe an dem Film ist es, dass Kubrick kaum übertreibt, sondern nur die vorgegebenen militärischen und politischen Doktrinen auf die Spitze treibt. Das ganze Ausmaß des Wahnsinns wird deutlich und kann nicht besser als in der Form der bissigen Satire abgebildet werden, die nebenbei auch noch die im Dienst der USA stehenden Naziwissenschaftler aufs Korn nimmt.

Der Komiker Peter Sellers brilliert in drei Rollen und liefert hier die wohl beste Leistung seiner Karriere ab. Ständige Anspielungen auf unterdrückte Triebe schaffen eine sexuelle Aufladung des Geschehens.


 

 

 

 

25.10.2016

Ein Hologramm für den König

Deutschland/USA/Frankreich/Großbritannien 2016; Drehbuch und Regie: Tom Tykwer; FSK ab 6; 98 min.

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein Opfer der Bankenkrise. Als letzte Chance soll er innovative Hologramm-Technologie dem König Abdullah von Saudi-Arabien andrehen. Angeblich will der in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach...
In diesen Tagen des sinnlosen Wartens wird der junge Fahrer Yousef (Alexander Black) Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra kennen ... 

„Der Schriftsteller Eggers schildert Clays Leidensgeschichte als Globalisierungssatire, in der Clay als Symbolfigur für eine amerikanische Wirtschaft steht, die sich von ihren internationalen Konkurrenten abhängen lässt. Eggers versteht das als Akt der Aufklärung und jongliert mit den Ängsten vieler amerikanischer Bürger.“ (spiegel.de)
„Tom Tykwer entschärft leider die Bissigkeit der Vorlage … über die Folgen der Globalisierung. Trotzdem: „Die Tragikomödie über einen hochkarätigen Zeitenwendeverlierer auf geschäftlicher Mission in der arabischen Welt erweist sich in der Lesart des deutschen Regisseurs als witziger, gescheiter und wunderbar atmosphärischer Selbstfindungstrip zwischen Culture Clash und Völkerverständigung.“ (Filmstarts.de)

 

 

 


 

25.04.2017

Ein Lied für Nour

Niederlande/Großbritannien/Katar/Argentinien/Palästinensergebiete, 2015 , Regie: Hany Abu-Assad, 95 min, FSK 0

Mohammed Assaf wächst im Gazastreifen auf und versucht schon als Kind zusammen mit seiner Schwester Nour und zwei Freunden, eine Band zu gründen und zu singen. Doch dann wird Nour todkrank, alle Vorstellungen zerrinnen.

Viele Jahre später hört Mohammed als Taxifahrer von der Castingshow „Arab Idol“ und setzt alles dran, teilzunehmen und seinen Traum von einer Gesangskarriere zu verwirklichen. Mit gefälschtem Visum und auf abenteuerliche Weise gelangt er nach Ägypten und wird mit seiner außergewöhnlichen Stimme zur „Rakete aus Gaza“, wie in den Medien zu lesen ist. Damit bekommt der Wettbewerb eine an sich ungewollte politische Dimension.

Der palästinensische Regisseur Hany Abu-Assad zeigt in seinem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film EIN LIED FÜR NOUR den Hoffnungsträger einer Nation, die über ihrem harten Alltag fast das Singen und Jubeln verlernt hat.

 

 

 

Ein Mann namens Ove

Schweden 2015, Regie: Hannes Holm

Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Fredrik Backman, der seine Schriftstellerlaufbahn als Blogger begann.   

Rolf Lassgård, Schwedens bekannter Schauspieler, der auch Kurt Wallander in mehreren Mankell-Verfilmungen gespielt hat, spielt in diesem Film den Ove, einen kauzigen, grantigen alten Mann, der einfach nur verzweifelt ist, nachdem ihm seine Frau gestorben ist. Er versucht sich auf verschiedene Weisen das Leben zu nehmen, aber glücklicherweise erfolglos. Bei jeder Rettung wird durch einen Rückblick auf sein Leben etwas von der Geschichte dieses unter seiner rauen Schale zutiefst empfindsamen Menschen deutlich. So ist das ganze wieder keine reine Komödie, sondern eine gute Mischung aus Drama und Komödie.

„Die Grenzen zwischen Komik und Drama verschwimmen aber mehr als bei vielen anderen Genrevertretern. Trotz aller humorvollen Elemente wird niemand vorgeführt, egal wie oft Ove alle anderen als "Idioten" beschimpft oder sich selbst wie einer verhält. Gerade die tragische Seite der Figur verkörpert Lassgård ausgezeichnet und gibt damit dem knarzigen Alten genug Tiefgang, um nicht bloß für diverse Lacher herhalten zu müssen.“ (M.Seiler in Filmstarts.de)

Es können leider keine Reservierungen mehr angenommen werden. Restkarten sind evtl. ab
19.15 Uhr noch erhältlich.

Dienstag
04.10.2016

FSK
ab 12

117 Min.