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VHS-Veranstaltungszentrum
Suttorfer Straße 8
31535 Neustadt a. Rbge.

 Dienstag um 19.30 Uhr
Eintritt 6,- EUR

Programme

2018: Januar   Februar   März   April   Mai   Juni    August   September  Oktober

2017: Januar   Februar   März   April   Mai    Juni/August    September    Oktober    November    Dezember

2016: April/Mai   Mai/Juni   September    Oktober    November    Dezember

Alle Filme in einer Liste

 

die unsichtbaren 250

22.05.2018

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

Deutschland 2017, Regie: Claus Räfle , 110 min, FSK ab 12

Es leben nur noch wenige Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Mehr und mehr sind wir auf gute Überlieferungen angewiesen.
Claus Räfle, ein mehrfach preisgekrönter Dokumentarfilmer, kombiniert in DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN die vor einigen Jahren aufgenommenen Gespräche mit nachgestellten Spielszenen und widmet sich damit einem unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands in Berlin.

1943 wird die Stadt offiziell für „judenfrei“ erklärt, doch rund 7.000 Juden leben noch im Untergrund. Sie sind vor der Deportation untergetaucht.
Der Film stellt vier junge Menschen in ihrer Tarnidentität vor und lässt sie von ihren Jahren als "Unsichtbare" im Untergrund erzählen, die neben Angst und Schrecken durchaus lebendige Jugendlichkeit erkennen lassen.

„…eine grundehrliche und tief berührende Auseinandersetzung mit dem schwierigen und komplexen Thema“. (FBW).
Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Florian Lukas, Steffi Kühnert u.a.


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Trailer    Filmausschnitte

 

 


 

05.09.2017

Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Großbritannien 1963, Regie: Stanley Kubrick, 95 min, FSK 16

Stanley Kubrick drehte 1964 die überaus respektlose und vielfach ausgezeichnete Kriegssatire.

Der Schwarz-Weiß-Film beginnt fast dokumentarisch und zeigt die Realität der Abschreckungspolitik in der Zeit des Kalten Krieges authentisch und treffsicher. Das Paradoxe an dem Film ist es, dass Kubrick kaum übertreibt, sondern nur die vorgegebenen militärischen und politischen Doktrinen auf die Spitze treibt. Das ganze Ausmaß des Wahnsinns wird deutlich und kann nicht besser als in der Form der bissigen Satire abgebildet werden, die nebenbei auch noch die im Dienst der USA stehenden Naziwissenschaftler aufs Korn nimmt.

Der Komiker Peter Sellers brilliert in drei Rollen und liefert hier die wohl beste Leistung seiner Karriere ab. Ständige Anspielungen auf unterdrückte Triebe schaffen eine sexuelle Aufladung des Geschehens.


 

 

 

 

25.10.2016

Ein Hologramm für den König

Deutschland/USA/Frankreich/Großbritannien 2016; Drehbuch und Regie: Tom Tykwer; FSK ab 6; 98 min.

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein Opfer der Bankenkrise. Als letzte Chance soll er innovative Hologramm-Technologie dem König Abdullah von Saudi-Arabien andrehen. Angeblich will der in der arabischen Wüste eine strahlende Wirtschaftsmetropole errichten. Doch der König kommt nicht. Nicht am ersten Tag, nicht am zweiten – und auch nicht in den Tagen danach...
In diesen Tagen des sinnlosen Wartens wird der junge Fahrer Yousef (Alexander Black) Alans Gefährte. Durch ihn erlebt er die Widersprüchlichkeiten eines Landes zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Tradition und Moderne. Und er lernt die schöne Ärztin Zahra kennen ... 

„Der Schriftsteller Eggers schildert Clays Leidensgeschichte als Globalisierungssatire, in der Clay als Symbolfigur für eine amerikanische Wirtschaft steht, die sich von ihren internationalen Konkurrenten abhängen lässt. Eggers versteht das als Akt der Aufklärung und jongliert mit den Ängsten vieler amerikanischer Bürger.“ (spiegel.de)
„Tom Tykwer entschärft leider die Bissigkeit der Vorlage … über die Folgen der Globalisierung. Trotzdem: „Die Tragikomödie über einen hochkarätigen Zeitenwendeverlierer auf geschäftlicher Mission in der arabischen Welt erweist sich in der Lesart des deutschen Regisseurs als witziger, gescheiter und wunderbar atmosphärischer Selbstfindungstrip zwischen Culture Clash und Völkerverständigung.“ (Filmstarts.de)

 

 

 


 

25.04.2017

Ein Lied für Nour

Niederlande/Großbritannien/Katar/Argentinien/Palästinensergebiete, 2015 , Regie: Hany Abu-Assad, 95 min, FSK 0

Mohammed Assaf wächst im Gazastreifen auf und versucht schon als Kind zusammen mit seiner Schwester Nour und zwei Freunden, eine Band zu gründen und zu singen. Doch dann wird Nour todkrank, alle Vorstellungen zerrinnen.

Viele Jahre später hört Mohammed als Taxifahrer von der Castingshow „Arab Idol“ und setzt alles dran, teilzunehmen und seinen Traum von einer Gesangskarriere zu verwirklichen. Mit gefälschtem Visum und auf abenteuerliche Weise gelangt er nach Ägypten und wird mit seiner außergewöhnlichen Stimme zur „Rakete aus Gaza“, wie in den Medien zu lesen ist. Damit bekommt der Wettbewerb eine an sich ungewollte politische Dimension.

Der palästinensische Regisseur Hany Abu-Assad zeigt in seinem auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film EIN LIED FÜR NOUR den Hoffnungsträger einer Nation, die über ihrem harten Alltag fast das Singen und Jubeln verlernt hat.