07.02.2017

Toni Erdmann

Deutschland/Österreich/Rumänien, 2016 , Regie: Maren Ade, 162 min, FSK 12


Die Komödie TONI ERDMANN gilt als die „Film-Sensation des Jahres“ (Stern) und wurde mehrfach ausgezeichnet. Maren Ade präsentiert damit den ersten deutschen Film seit acht Jahren bei den Filmfestspielen in Cannes.

Peter Simonischek und Sandra Hüller überzeugen in einer Vater-Tochter-Geschichte, die aber thematisch weit darüber hinausgeht. Ein Vater, der seine Umgebung mit skurrilen Scherzen nervt, trifft seine Tochter, die einzig ihre Karriere im Kopf hat.

Nachdenkliche Passagen, überraschende Wendungen und viel Witz machen den Film wertvoll. Obwohl es durchaus eine Annäherung zwischen den beiden gibt, vermeidet Maren Ade den üblichen Aussöhnungskitsch und sorgt für ein durchaus anstrengendes, aber faszinierendes Kinoerlebnis.

Ein sehr guter Film einer sehr talentierten Filmemacherin“ (Filmdienst 2016/14).

Überlängenzuschlag: + 1 EUR

Leider sind keine Reservierungen mehr möglich. Eventuell sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

Überlängenzuschlag

 

 


 

Unterwegs mit Jacqueline

Frankreich 2016, Regie: Mohamed Hamidi

Fatah (Fatsah Bouyahmed) ist ein glücklich verheirateter Familienvater, der in einem kleinen Dorf in Algerien lebt. Der größte Reichtum, den er besitzt, ist seine Kuh Jacqueline. Er träumt davon, mit ihr auf einer Landwirtschaftsmesse in Paris aufzutreten, dort an einem Wettbewerb teilzunehmen – und bekommt tatsächlich eine Einladung. Somit geht es für Fatah auf eine Wanderung von seiner Heimat über Marseille bis nach Paris, die natürlich nicht ohne Stolpersteine bleibt.

„Französisches Wohlfühlkino vom Feinsten: Die algerisch-französische Komödie hat alles, was ein Sommerhit braucht – Spaß, Leichtigkeit und dazu einen absolut brillanten, sympathischen Hauptdarsteller. Ein entzückender Film!" (Programmkino.de)

Dienstag
20.09.2016

FSK
ab 0

91 Min.

 

 

 

08.11.2016

Wenn die Kraniche ziehen

UdSSR 1957, Regie: Michail Kalatosow  95 Min., FSK ab 12

„Die Geschichte einer vom Krieg zerrissenen Liebe: Veronika läßt sich von dem intellektuellen Bruder ihres Verlobten, einem Drückeberger, verführen, während Boris an der Front stirbt. Der sensibel gestaltete Film des vormaligen Dokumentaristen Kalatosow war einer der wenigen Welterfolge des sowjetischen Kinos der 50er Jahre.

Seine Wirkung verdankt er vor allem seiner selbstkritisch-patriotischen Sicht bei nur geringer politischer Lehrhaftigkeit sowie der wunderbaren Kameraarbeit.“ (Zweitausendeins.de/ Filmlexikon)

Michail Kalatosow nutzte nach dem Tod Stalins eine Phase politischen 'Tauwetters', und gewann mit diesem filmischen und darstellerischen Meisterwerk  1958 bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme.

Die expressive, teils mit der Handkamera realisierte Kameraarbeit von Sergei Urussewski, die Kritik kennzeichnete sie als 'emotionale Kamera', beeinflußte die Bildsprache vieler Kameraleute.


 

 

 


 

28.03.2017

Wiener Dog

USA 2016, Regie: Todd Solonz, 88 min, FSK 12

Mit „WIENER DOG“ kehrt Regisseur Todd Solondz in deutsche Kinos zurück und nimmt dabei Figuren und Namen aus seinem Erfolgsfilm von 1995 „Willkommen im Tollhaus“ wieder auf.
Von tiefschwarzem Humor ist seine neue Tragikomödie geprägt, in der ein kleiner Dackel, in fünf Episoden immer tiefer in die Abgründe menschlicher Existenz hinabgezogen wird und dabei in einen weiten Bogen der menschlichen Tragik und Komik gerät.
Der Titelhund, der nicht einmal einen richtigen Namen bekommt, fungiert als Medium, um von seinen wechselnden Besitzern zu erzählen, die ihm und sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen.

„Extrem nihilistisch und zutiefst berührend, niederschmet¬ternd und zum Brüllen komisch“ (Filmstarts).

Die Filmmusik stammt von James Lavino und Nathan Larson. Die Ballade von Wiener Dog, eine Lied aus dem Film, war für Best Original Song gelistet.